Firmenhistorie
1959 im Frühjahr legte Bruno Specht die Meisterprüfung zum Gas- und Wasserinstallateur vor der HWK-Stuttgart ab. Im September erfolgte die Gründung des Ein-Mann-Betriebes im Installations- und Klempnergewerbe. Erstes Fortbewegungsmittel war ein Moped mit Anhänger, erster Firmensitz war die Wohnung seiner Mutter in der Glindholzstraße 16, Krefeld-Oppum. Erste Mitarbeiterin war die spätere Ehefrau Erika Mischle’, die sich fortan um die Buchführung kümmerte.
1959 im Oktober erfolgte bereits der Umzug in die leerstehenden Betriebsräume der Installationsfirma Max op de Hipt zum Westwall 63 in die Krefelder Innenstadt
1960 wurde mit Werner Tacken der 1.Mitarbeiter eingestellt. Das Moped nebst Anhänger hatten ausgedient, die Baustellen wurden umfangreicher, das Material musste transportiert werden. Also musste der erste Wagen her – ein gebrauchter VW-Käfer mit 24 PS und Anhängerkupplung. Der erste „Neubau“ wurde auf der Schreberstraße installiert.
1961 wurde mit Helmut Brouwers der 1.Lehrling zum Klempner- und Installateur ausgebildet, der später noch die Meisterprüfung ablegte
ab Mitte der 1960er wurden die ersten Gas-Heizungen in Krefeld in Form von Gas-Etagenheizungen oder Gas-Einzelöfen eingebaut. Der „Krefelder“ war das Kohlenschleppen satt und die Fa. Specht hatte ein neues weiteres Betätigungsfeld. Ebenso wuchs der Kundendienst, der damals bei vielen Unternehmen noch gar nicht zum Service gehörte, stetig. Die Fahrzeugflotte wurde auf 3 Autos erweitert. Der „Flickschuster“ konnte somit seine Kunden schneller bedienen
1967 Ablegung eines zusätzlichen Meisterbriefes im Zentralheizungs- und Lüftungsbauerhandwerks. Natürlich in Abendschule tagsüber musste „Geld verdient werden“
1968 wurden die Fahrzeuge mit UKW-Funk ausgerüstet
1969 wurde Bruno Specht in den Innungsvorstand als Fachgruppenleiter „Sanitär“ berufen
1969 erfolgte der Baubeginn des neuen und auch noch heutigen Firmensitz auf der Krützpoort 27. Die alten Räumlichkeiten waren einfach zu klein, der Wochenmarkt auf dem Westwall, brachte regelmäßig an zwei Werktagen Anfahrtsprobleme
Ende 1969 erfolgte der Firmen-Umzug in das neue, aber noch nicht restlos fertiggestellt Gebäude. In Eigenleistung dauert es halt immer etwas länger. Ein halbes Jahr später im Frühjahr zog dann die Familie Specht in die gerade fertiggestellte Wohnung, die unmittelbar an die Firma grenzt
1973 mit Beginn der Erdgasumstellung wurden die ersten Gasleitungen mittels speziellem Abdichtungsverfahren von innen abgedichtet
1974 wird Bruno Specht zum Fachgruppenleiter Sanitär des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima NRW berufen
1974 legte mit dem ehemaligen Lehrling, Heinz Hendrichs, ein weiteres Eigengewächs die Meisterprüfung ab
1975 wird Bruno Specht zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der Handwerkskammer Düsseldorf berufen
ab 1976, in Folge des Schocks der 1.Ölkrise, wurde generell über „unabhängigere Energieformen“ nachgedacht. Also wurde das vorhandene Wohn- und Geschäftshaus mit einer Wärmepumpe und einer Solaranlage „regenerativ“ erweitert
1979 beginnt Sohn Bruno in der elterlichen Firma die Lehre zum Gas- und Wasserinstallteur, die er im Frühjahr 1983 beendet
1984, anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläum, werden die vorhandenen Werkstatträumlichkeiten zu einer Ausstellung für moderne Heizkessel und Badezimmer umgebaut. Die ersten Gas-Brennwertheizkessel der Fa. Viessmann werden als sogenannte „Pilotanlagen“ eingebaut. Die Firma Specht ist mittlerweile auf 12 Mitarbeiter angewachsen
1988+1989 legt Bruno Specht jr. Die Meisterprüfungen im Zentralheizungs- und Lüftungsbauerhand, sowie im Gas- und Wasserinstallationshandwerk ab
1990 erfolgt im September der Einbau einer kompletten Öl-Heizkesselanlage in der „Nährmittelfabrik-Ring“ Mittweida/Sachsen. Die Umstellung von Kohle auf Öl hatte hier durch die Teilung Deutschlands etwas länger gedauert. Die Anlage wurde pünktlich am Vorabend der Wiedervereinigung in Betrieb gestellt
1992 wurden die Ausstellungsräume neu gestaltet, Heizungsanlagen wurden weniger, ab jetzt waren die Bäder an der Reihe
1993 Beratungsauftrag zum Bau einer Heizungsanlage in Nischni-Nowgorod (Russland)
1994 übergibt Bruno Specht sr. die technische Geschäftsführung an seinen Sohn, der im gleichen Jahr die Prüfung zum Betriebswirt des Handwerks vor der HWK-Münster ablegt
1998 geht mit Werner Tacken, der erste Mitarbeiter nach über 38-jähriger Firmenzugehörigkeit, in den verdienten Ruhestand
1999 wird das Firmengebäude um Lagerräume und Garage erweitert
1999 mit dem Eintritt in das gesetzliche Rentenalter tritt Bruno Specht sr. von seinen ehrenamtlichen Ämtern in Innung und Fachverband zurück
2001 Umwandlung von der Einzelfirma in eine GmbH, Übergabe der Geschäftsführung an Bruno Specht jr
2002 Installation einer Photovoltaik-Anlage auf den neu errichteten Lagerräumen, ab sofort ist die Fa.Specht auch noch Stromlieferant
2003 Bruno Specht sr gibt seine Tätigkeit als Sachverständiger der HWK-Düsseldorf mit Erreichen der gesetzlichen Altergrenze von 68 Jahren ab. Im gleichen Jahr legt Bruno Specht jr. die Prüfung zum Gebäude-Energieberater vor der HWK-Düsseldorf ab
2004 Installation eines ersten Öl-Brennwert-Heizgerät im Firmengebäude, sowie schrittweise Optimierung der Heizungsanlage zu Demonstrations- und Ausstellungszwecken
2007 scheidet mit Wilfried Hauck ein weiterer langjähriger Mitarbeiter, der über 30 Jahre im Unternehmen beschäftigt war, krankheitsbedingt aus
2008 beginnt die Sanierung des rund 40 Jahre alten Wohn- und Geschäftshauses zum „Energiespargebäude“, der Eingangsbereich zur Ausstellung wird ab Ende des Jahres neu gestaltet
2009 wird im Frühjahr eine komplett Wärmepumpen-Heizungsanlage in einem Ferienhaus in Payrac (Südwest/Frankreich) errichtet
2009 werden im August die Arbeiten am Wohn- und Geschäftshaus fertiggestellt, eine Luft/Wasser-Wärmepumpe sorgt für die notwendige Wärme. Somit wurde das alte Gebäude mittels neuer Anlagentechnik auf „Neubau-Niveau“ gebracht und dient fortan als „Musteranlage“ für fortschrittlichen Energieeinsatz
Zur Zeit sind insgesamt 10 Mitarbeiter (davon 2 Azubis) im Unternehmen beschäftigt, ein weiterer Mitarbeiter besucht zur Zeit die Meisterschule der HWK-Düsseldorf. Als Ausbildungsbetrieb der Innung-Krefeld angehörig, haben in der Zeit seit der Gründung rund 50 Auszubildende die Lehre durchlaufen. Ein großer Teil der jetzigen Mitarbeiter sind Eigengewächse und sind ausnahmslos langjährig im Unternehmen tätig. Eine Mehrzahl der ehemaligen Mitarbeiter führen heute ihr eigenes Unternehmen. Wir sind froh und auch stolz darauf, uns nach 50 Jahren immer noch als Familienunternehmen zu verstehen.